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IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin gGmbH


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Periodenarmut betrifft auch die Gäste der Bahnhofsmissionen

Luna Kurafeiski und der Verein Periodensystem zu Besuch in der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof.

In der Bahnhofsmission erleben die Kolleg*innen und Ehrenamtlichen jeden Tag, dass Armut viele Formen hat. Eine davon bleibt oft unsichtbar: Periodenarmut. Besonders Frauen, die auf der Straße leben oder in schwierigen Lebenslagen zu uns kommen, haben häufig keinen sicheren oder regelmäßigen Zugang zu grundlegenden Menstruationsartikeln. Für viele ist bereits ein Tampon oder eine Binde ein Luxus, den sie sich nicht leisten können.

Umso mehr hat uns der Besuch von Luna Kurafeiski bewegt. Die 26‑jährige Aktivistin kam mit einem großen Rucksack voller gespendeter Periodenprodukte – Tampons, Binden, Unterwäsche. Für die Gäste sind solche Spenden nicht nur hilfreich, sondern ein Zeichen von Würde und Respekt.

Luna Kurafeiski engagiert sich seit 2024 im Berliner Verein Periodensystem, einer ehrenamtlichen Initiative, die Menstruationsarmut bekämpft und Menstruation enttabuisiert. Der Verein sammelt bundesweit Spenden und stellt Einrichtungen wie Frauenhäusern, Schulen, Geflüchtetenunterkünften und auch der Bahnhofsmission Menstruationsprodukte zur Verfügung. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat das Projekt bereits über 50.000 Euro in Menstruationsartikel investiert.

Die IN VIA Berlin-Leiterin der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof, Annette Meyns, weiß genau, wie groß die Not ist. Viele Frauen, die in die Bahnhofsmission kommen, kämpfen nicht nur mit existenziellen Sorgen, sondern auch mit Scham, fehlenden Rückzugsmöglichkeiten und unsicheren hygienischen Bedingungen. Wenn dann auch noch die finanziellen Mittel fehlen, sind Menstruationsartikel oft das Erste, worauf verzichtet werden muss. Luna Kurafeiski begegnet dieser Lücke ganz praktisch – mit offenen Augen, vollem Rucksack und viel Engagement.

Periodenarmut entsteht, wenn Menschen sich Menstruationsprodukte nicht leisten können. Für Betroffene bedeutet das:

  • gesundheitliche Risiken,
  • Scham und Stigmatisierung,
  • fehlende Teilhabe,
  • und die tägliche Unsicherheit, ob sie das Nötigste haben.

Luna Kurafeiski setzt sich darüber hinaus mit Bildungsarbeit ein: In Workshops und Vorträgen klärt sie über Mythen der Menstruation auf und wirbt für einen sensiblen Umgang mit dem Thema – denn immer noch herrscht viel Unwissenheit. Viele Frauen zahlen, wie sie es ausdrückt, „mit Scham, Ausgrenzung und tatsächlich mit Geld“ dafür, dass Menstruation tabuisiert bleibt.

Die Bahnhofsmission am Hauptbahnhof dankt Luna Kurafeiski und dem gesamten Team des Periodensystems von Herzen. Ihr Engagement zeigt einmal mehr, wie wichtig solidarische Unterstützung ist – ganz besonders für Frauen, die in ihrem Alltag kaum Raum finden, um ihre grundlegenden Bedürfnisse sicher zu decken.

Solche Besuche sind nicht nur praktische Hilfe. Sie sind ein Zeichen von Respekt und Menschlichkeit.

Wir freuen uns, dass Menschen wie Luna zu uns kommen und diejenigen stärken, die oft unsichtbar bleiben.

Veröffentlich am 21. Januar 2026 um 9:25 in der Kategorie Aktuelles

Fachverband der Caritas

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