Bei strahlendem Sonnenschein wurde am 18. April unsere Bahnhofsmission am Ostbahnhof zu einem lebendigen Ort des Austauschs. Es gab frische Brötchen für unsere Gäste – mit Mett und Käse, warme Getränke und vor allem Zeit für Gespräche. Ein kleines, aber sehr herzliches Angebot waren die "Komplimente zum Mitnehmen": kleine Kärtchen für die Hosentasche oder das Portemonnaie, die unsere Gäste und Besucher mit positiven Botschaften in den Alltag begleiten werden.
In der Bahnhofsvorhalle informierten unsere Ehrenamtlichen über die Arbeit der Bahnhofsmission und luden Passant*innen und Reisende ein, auch einmal über einen Dienst nachzudenken oder die Arbeit auf andere Art und Weise zu unterstützen. Mit einem Mitmach-Spiel zeigten sie auch auf interessante Weise die lange Tradition. Die Besucher*innen waren eingeladen, sich mit der Bahnhofsmission durch die Jahrzehnte seit den Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts zu beschäftigen.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der Vertreter*innen der Spitzenverbände, die in ihren Grußworten nicht nur die Bedeutung des Tages mit dem Motto "Menschlichkeit gibt Halt" hervorhoben sondern auch auf die Notwendigkeit für die Arbeit der Bahnhofsmissionen hinwiesen.
Neben Eva Welskop‑Deffaa (Präsidentin Deutscher Caritasverband) und Elke Ronneberger (Bundesvorständin Sozialpolitik Diakonie Deutschland) standen auch Josef Lüttig, Klaus‑Dieter Kottnik und Monika Kleinefenn (Bahnhofsmission Deutschland e. V.) für den Austausch mit Ehrenamtlichen und Gästen zur Verfügung.
Ein großes Dankeschön an unsere Ehrenamtlichen
Nadine Schröder, Geschäftsführerin von IN VIA Berlin als Träger der Bahnhofsmission am Ostbahnhof, erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass Tage wie diese aber auch der Alltag ohne sie nicht denkbar sind: die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die den Tag mit viel Engagement, Offenheit und Herzlichkeit gestaltet haben. Ihnen gehörte besonders Dank und Aufmerksamkeit an diesem Tag. Sie sorgten dafür, dass sich Gäste willkommen fühlten, erklärten unsere Arbeit, kamen ins Gespräch und machten den Tag für alle Beteiligten zu einem echten Erlebnis. Gerade sie tragen die Arbeit der Bahnhofsmission Tag für Tag – oft im Hintergrund, immer verlässlich. Am Tag der Bahnhofsmission wurde erneut sichtbar, wie unverzichtbar ihr Einsatz ist.
Begegnung und Einblick in unsere Arbeit
Der Tag bot ausreichend Gelegenheit, Einblick in unsere tägliche Arbeit zu geben:
in die Unterstützung von Menschen in akuten Notlagen, in die Herausforderungen eines offenen, niedrigschwelligen Angebots – und in die Bedeutung der Bahnhofsmission als fester Bestandteil des Ostbahnhofs und des Quartiers.
Dass die älteste Bahnhofsmission Deutschlands, gegründet 1894, auch heute noch ein wichtiger Ort der Hilfe, Orientierung und Menschlichkeit ist, wurde an diesem Tag spürbar. Gleichzeitig wurde aber wieder einmal deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die Bahnhofsmission am Ostbahnhof täglich zu kämpfen hat. Die Räume sind klein und auf Grund ihres Alters renovierungsbedürftig. Die Baustelle, die den gesamten Bahnhof fest im Griff hat, beeinflusst auch unsere Arbeit. An der Rückseite des Bahnhofs beheimatet und eingerahmt von Gerüsten und Bauzäunen ist die Bahnhofsmission nicht nur schwierig zu finden sondern auch von baulichen Mängeln betroffen.
Das engagierte Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen schafft es aber täglich, den Ort mit Leben und Herzlichkeit zu füllen und so das Beste aus der Situation zu machen - für unsere Gäste und alle, die die Hilfe der Bahnhofsmission benötigen.
Unsere Vision für die Zukunft – mehr Raum für Menschlichkeit
Wir träumen von neuen, freundlichen und größeren Räumen. Damit wollen wir unsere Tradition mit aktuellen Arbeitsbereichen und neuen Ideen verbinden. Aktuell befindet sich ein Bauprojekt, das bisher ungenutzte S-Bahn-Bögen am Ostbahnhof für die Bahnhofsmission umbauen soll, in der Prüfung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Wir hoffen sehr, dass unsere Vision wahr werden kann.
Damit wir noch mehr bieten können:
- Rückzugsorte
- barrierearme Zugänge
- mehr soziale Angebote
- spezialisierte Angebote für Frauen
- einen Ort der Hoffnung
Der Tag der Bahnhofsmission bot auch eine gute Gelegenheit, die Vertreterinnen der Spitzenverbände von Caritas Deutschland, der Diakonie sowie Bahnhofsmission Deutschland e.V. einzuladen, uns bei der Umsetzung dieser Zukunfts(t)räume zu unterstützen.
Danke an alle Beteiligten
Wir bedanken uns herzlich bei:
- allen Gästen und Besucher*innen, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben
- unseren engagierten Ehrenamtlichen und Mitrabeitenden
- allen, die die Bahnhofsmission am Ostbahnhof unterstützen und begleiten.
Der Tag der Bahnhofsmission hat einmal mehr gezeigt:
Menschlichkeit gibt Halt - besonders dort, wo Menschen unterwegs sind.








