Kategorie: Aktuelles

Neue Generalsekretärin bei IN VIA Deutschland ab 2022 – Barbara Denz folgt Marion Paar


Freiburg, 26. März 2021. Für die zum 31.12.2021 in den Ruhestand gehende Generalsekretärin von IN VIA Deutschland, Marion Paar, wählte der IN VIA-Rat – bestätigt durch die Mitgliederversammlung – Barbara Denz als Nachfolgerin.
Die IN VIA-Rats-Vorsitzende, Barbara Igl, zeigt sich sehr zufrieden, dass das intensive mehrstufige Bewerbungsverfahren zu einem Erfolg geführt habe. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Barbara Denz für diese wichtige Position eine erfahrene und erfolgreiche Führungspersönlichkeit gewinnen konnten.“
Auch der Vorstand begrüßt die Wahl. „Mit Barbara Denz hat der IN VIA-Rat eine verbandserfahrene und frauenpolitisch versierte Nachfolgerin gewählt. Ich bin sicher, dass sie sich den anstehenden Herausforderungen wie etwa die digitale Transformation, die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Mädchen und Frauen oder die inklusive Bildung sozial benachteiligter junger Menschen kompetent stellen wird“, so Marion Paar, hauptberufliches Vorstandsmitglied und amtierende Generalsekretärin.
Die 55-jährige Theologin und Sozialarbeiterin Barbara Denz führt seit 2000 den IN VIA-Verband in der Erzdiözese Freiburg und ist seit 2011 dessen Vorstandsvorsitzende. „IN VIA ist ein wichtiger Akteur in den Bereichen Frauen, Migration, Jugendsozialarbeit und Bahnhofsmissionsarbeit. Außerdem hat der Verband auch eine deutlich frauenpolitische Agenda. Dafür will ich mich auch weiterhin – nun auf einer anderen Ebene – einsetzen. Dabei ist mir wichtig, IN VIA in Deutschland als starkes Netzwerk der Mitgliedsverbände und im Deutschen Caritasverband weiter zu profilieren“, so Denz anlässlich ihrer Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.

Fastenaktion des Bistums „Geben gibt…“

In der diesjährigen Fastenzeit orientiert sich das Erzbistum Berlin an den sieben Werken der Barmherzigkeit. Unter dem Motto „Geben gibt…“ wird in jeder Woche ein Projekt vorgestellt. In dieser Woche ist es die IN VIA Bahnhofsmission am Ostbahnhof.

Bitte vormerken: Die Andacht am Samstag wird von Helfer*innen der Bahnhofsmission gestaltet und über die Bistumsseite ausgestrahlt.

Pressemeldung – Gerechte Chancen für Mädchen und Frauen

IN VIA fordert gleiche Entlohnung von Frauen und Männern sowie faire Aufteilung von Sorgearbeit

Freiburg, 8. März 2021. Anlässlich des Internationalen Frauentags macht IN VIA Deutschland auf die nach wie vor bestehenden gravierenden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Zudem müssen Frauen und Männer Erwerbs- und Sorgearbeit verbinden können. Hierfür sind sowohl gesetzliche als auch betriebliche Rahmenbedingungen notwendig.

Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor nicht geschlechtergerecht. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Lohnlücke 2019 bei 19 Prozent. Im Vergleich mit anderen EU-Staaten liegt Deutschland hier auf dem drittletzten Platz.

„Schon bei der Berufswahl von Mädchen und jungen Frauen zeigt sich, dass sie trotz besserer Schulbildung tendenziell Berufe mit schlechterer Bezahlung und geringeren Aufstiegschancen wählen. Die Benachteiligung in der Biografie setzt sich fort, wenn Frauen berufliche Auszeiten nehmen oder ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder zu betreuen bzw. Angehörige zu pflegen, und oftmals endet sie in Altersarmut“, fasst Beate Gilles, Vorsitzende von IN VIA Deutschland, die Berufsbiografie zahlreicher Frauen zusammen. Sie fordert, dass Berufs- und Lebensorientierung in der Schule curricular verortet werden.

Die ungleiche Entlohnung ist jedoch nicht nur auf die gewählten Berufe, sondern auch auf ungerechte Strukturen zurückzuführen. Selbst bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit werden Frauen schlechter bezahlt. „Das 2018 in Kraft getretene Entgelttransparenzgesetz ermöglicht Mitarbeitenden Einsicht, wieviel Kolleg*innen in einer vergleichbaren Position verdienen. Dieses Vorgehen ist für Einzelne zu kompliziert.

Stattdessen müssen Betriebe gesetzlich verpflichtet werden, durch die Installation einer Software, die mit dem Lohn- und Gehaltsabrechnungssystem verknüpft ist, ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede offenzulegen“, fordert Gilles.
Die ungleiche Verteilung von familiärer Sorgearbeit zeigt sich darin, dass vor allem Frauen den Beruf hintenanstellen, um Kinder zu betreuen bzw. Angehörige zu pflegen. Seit Beginn der Pandemie haben überwiegend Frauen zur Betreuung der Kinder und zur Organisation des Familienlebens beruflich zurückgesteckt bzw. enorme Zusatzbelastungen auf sich genommen. Über Anreize müssen Arbeitgeber*innen motiviert werden, flexible Zeit- und kreative Arbeitsmodelle einzuführen, die Frauen und Männern die Vereinbarung von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung bzw. Pflege ermöglichen.

Digitalisierungsprozesse dürfen die Chancenungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen nicht verstärken, sondern müssen diskriminierungsfrei sein. „Es darf beispielsweise nicht passieren, dass bei der Personalauswahl eingesetzte algorithmische Systeme Lücken im Lebenslauf, z.B. Elternzeiten schlicht als Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und damit negativ interpretieren“, so Gilles.

IN VIA Podcast – „Ungehört. Lichtenberger Frauen*stimmen“

Im Rahmen der Lichtenberger Frauenwoche (8. bis 13.März 2021)  „Lichtenberg in Frauen*hand – bis zur Gleichstellung“  ist der erste Podcast aus dem IN VIA Mädchen-und Frauentreff entstanden.

Wir haben unsere Besucherinnen nach ihrer Meinung zum Thema Gleichberechtigung gefragt und die Antworten in dem Podcast „Ungehört. Lichtenberger Frauen*stimmen“ zusammengefügt.

Zeit, das Richtige zu tun – Rashad, der Berater

Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagieren sich junge und ältere Menschen für die Gesellschaft und tun so für sich und andere etwas Gutes.
Die von IN VIA im Erzbistum Berlin betreuten Freiwilligen arbeiten praxisnah z.B. in den Bereichen Pflege und Betreuung, pädagogische Begleitung, Kinderbetreuung, Hauswirtschaft oder technische Dienste. Begleitend werden im Rahmen des BFD Seminare und Bildungstage durchgeführt.
Ein schönes Beispiel:
Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagieren sich junge und ältere Menschen für die Gesellschaft und tun so für sich und andere etwas Gutes.
Die von IN VIA im Erzbistum Berlin betreuten Freiwilligen arbeiten praxisnah z.B. in den Bereichen Pflege und Betreuung, pädagogische Begleitung, Kinderbetreuung, Hauswirtschaft oder technische Dienste. Begleitend werden im Rahmen des BFD Seminare und Bildungstage durchgeführt.
Ein schönes Beispiel: Rashad, der Berater.
.