Alle Artikel von Astrid Gude

Sozialpolitik und Verkehrswende – Anliegen der Bahnhofsmission

Die Vorsitzenden des Vereins der Bahnhofsmissionen in Deutschland haben sich aus Anlass der Regierungsbildung mit zwei Anliegen zur Sozialpolitik und zur Verkehrswende an die Generalsekretäre der Parteien, an den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, an den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses sowie an die Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewandt.

Die zwei zentralen Anliegen:

  • Mobil zu sein, bedeutet teilhaben zu können. Wer nicht mobil ist, kann in seinen Teilhabemöglichkeiten massiv eingeschränkt sein. Eine soziale Verkehrspolitik der Zukunft muss daher die sozialen Dimensionen der anstehenden Verkehrswende vermehrt berücksichtigen. Die Sicherung der Mobilität einer wachsenden Anzahl älterer Menschen, von Menschen mit Assistenzbedarf und auch von Familien und alleinreisenden Kinder bei Reisen bedürfen der besonderen politischen Aufmerksamkeit. Gefördert werden müssen der barrierefreie Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, aber auch die Entwicklung eines flächendeckenden Netzes persönliche Assistenzen für mobilitätseingeschränkte Reisende, wie sie z.B. von den freiwilligen Helferinnen und Helfern der Bahnhofsmissionen geleistet werden. Für ein solches zivilgesellschaftliches Engagement braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, zu denen der Staat seinen Beitrag leisten muss.

  • In unserem Land fällt weiterhin eine beachtliche Zahl von Menschen durch die Maschen des sozialen Netzes und wird mit dem sozialgesetzlichen Instrumentarium u.a. aufgrund zu hoher Zugangsschwellen nicht erreicht.
    So ist in den Bahnhofsmissionen die Zahl der Gäste mit zum Teil chronischen Mehrfachbelastungen, psychischen Erkrankungen und anderen Beschwernissen in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Diese Menschen sind nur selten und mit großer Kraftanstrengung in weitergehende Hilfen zu vermitteln, dürfen aber nach unserer Überzeugung von der Gesellschaft nicht aufgegeben werden. Sozialpolitisch muss deshalb dafür Sorge getragen werden, dass neben den großen sozialrechtlichen Leistungssystemen wirksame offene und niederschwellige soziale Hilfen existieren und zumindest eine Grundfinanzierung erhalten.

Hier der Brief im Wortlaut: Sozialpolitik und Verkehrswende_ Bahnhofsmission

Raus aus der Corona-Krise mit Women4Youth

IN VIA, Hildegardis-Verein und KDFB starten Kampagne zugunsten von Mädchen und jungen Frauen am internationalen Mädchentag

Freiburg/Bonn/Köln, 11.10.2021 Fast jede vierte junge Frau zwischen 16 und 35 Jahren hat bis heute unter den Folgen der Pandemie zu leiden. Studien belegen, dass sie mehr belastet sind als männliche Gleichaltrige und von Überforderung, Zukunftsängsten und Vereinsamung berichten. Um Mädchen und jungen Frauen aus dem Coronatief und zurück ins Leben zu helfen, haben drei katholische Frauenverbände „Women4Youth“ ins Leben gerufen. Das spendenfinanzierte Projekt von IN VIA Deutschland, dem Hildegardis-Verein e.V. und dem Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. (KDFB) schafft kurzfristig passgenaue Angebote für die Anliegen junger Frauen, die sich zurückgezogen und den gesellschaftlichen Anschluss oder auch die berufliche Perspektive verloren haben.

Geplant sind in der bis Dezember 2022 dauernden Kampagne unter anderem jeweils ein Chancentag für Schulabsolventinnen und junge Mütter, der den Frauen neue berufliche Perspektiven bietet, sowie bundesweit mehrere Empowerment-Coachings, die Mädchen und junge Frauen wieder Mut geben sollen. In Vorbereitung sind zahlreiche Angebote, angefangen vom 1:1-Coaching durch Berufspatinnen, über sportliche, kreative und gesellige Gruppenaktivitäten (durchgeführt von IN VIA) bis hin zu Karriere- und Zukunftsbörsen, bei denen Netzwerke geknüpft und neue Zuversicht geschöpft werden können (durchgeführt vom Hildegardis-Verein).

„Die Corona-Pandemie hat bei Mädchen und jungen Frauen Resilienz-Reserven in hohem Maße aufgebraucht. Der Wunsch, die damit verbundenen Folgen abzuwenden, hat mich bewogen, diese Initiative anzuregen,“ sagt Eva Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des Deutschen Caritasverbandes und Initiatorin von Women4Youth. Sie wirbt um Spenden für das Projekt: „Jetzt kommt es auf Ihre Mithilfe an, damit Women4Youth ein Erfolg wird und vielen jungen Frauen neue Chancen eröffnet“, so Welskop-Deffaa. KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth appelliert an ältere Frauen: „Die Corona-Maßnahmen haben jungen Menschen viel Solidarität gegenüber den Älteren abgefordert. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir als gestandene Frauen diese Solidarität zurückgeben und junge Frauen unterstützen, die es alleine nicht aus dem Corona-Tief herausschaffen,“ so die Parlamentarische Staatsekretärin.


Beate Gilles: „Eine wichtige Aufgabe, bei der wir alle mit anpacken sollten“

„Dabei mitzuhelfen, dass Mädchen und junge Frauen trotz der Pandemie gute Chancen haben, ein selbstbestimmtes Leben zu gestalten, ist eine wichtige Aufgabe, bei der wir alle mit anpacken sollten,“ sagt die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Beate Gilles, die auch Vorsitzende des Frauenfachverbands IN VIA ist. Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof, Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, weist auf die lange anhaltende Wirkung von stärkenorientierter und biografiebezogener Begleitung durch den Verein hin: „Mit Angeboten wie unseren Chancentagen eröffnen wir jungen Frauen den Raum für Begegnungen, Kontakte und Impulse, die sie weit über die kurzfristige Hilfe hinaus unterstützen können.“

Auf der Webseite www.women4youth.de gibt es mehr Informationen zu den geplanten Projektvorhaben. Wer mit einer Spende ermöglichen möchte, dass Berufsorientierungs- und Chancentage, Patinnen-Programme und Ferienangebote für möglichst viele junge Frauen stattfinden können, kann unter der Angabe von Projekt Women4Youth spenden an: Hildegardis-Verein e.V., IBAN: DE06 3702 0500 0001 7791 01, BIC: BFSWDE33XXX.

Kontakt:
Elise Bohlen Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit – Deutschland e.V. Generalsekretariat
Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br. Tel. 0761 200-639, E-Mail: elise.bohlen@caritas.de, Webseite: www.invia-deutschland.de

Projektwoche „Berlin erleben“

Projektwoche „Berlin erleben“ im Mädchentreff und in der Stadt!

In der ersten Herbstferienwoche erwartet Euch ein abwechslungsreiches Programm, jeweils von 11 – 16 Uhr.

  • Montag, 11.10.: Wir starten mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend gestalten wir Tagebücher für die Woche und fertigen Selbstportraits mit der Polaroid-Kamera an. Fragen zur Stadt Berlin inklusive.
  • Dienstag, 12.10.: Wir erkunden heute Berlin. Fahrt mit der U-Bahn 5 bis zum Hauptbahnhof. Stopps, um die neuen U-Bahnhöfe zu besichtigen. Wir sehen einen Sternenhimmel,schauen uns das Brandenburger Tor an und senden Fotos aus dem Haus  Europa. Pizza essen im Hauptbahnhof.
  • Mittwoch, 13.10.: Gemeinsames Frühstück und anschließend Fahrt zum Humboldtforum. Besuch der Ausstellung „Berlin global“. Wie ist Berlin mit der Welt verbunden?
  • Donnerstag, 14.10.: Gemeinsames Frühstück und anschließend Fahrt zum Fernsehturm. Wir schauen uns Berlin von oben an.
  • Freitag, 15.10.:Auswertung der letzten Tage / Kreativrunde: Fotos ausdrucken und das Erlebte in den Tagebüchern festhalten. Abschlussessen

Anmeldung unter maedchentreff@invia-berlin.de bzw. 030 / 50102610

Liebe Mädchen, wenn ihr direkt nach den Ausflügen selbstständig nach Hause fahren wollt, bringt uns bitte eine Erlaubnis eurer Eltern mit. Wenn nicht, fahren wir gemeinsam zum Mädchentreff zurück und ihr startet von dort nach Hause. Bitte denkt auch an eure Schülertickets und Maske. Etwas Verpflegung wäre auch gut. Danke!

 

Weltmädchen*tag in Berlin

Um allen Mädchen* auf der Welt eine Stimme zu geben, gibt es seit 2012 den Weltmädchen*tag. Weltweit werden Mädchen* benachteiligt und deshalb wollen wir mit diesem Fest wichtige Themen behandeln und gemeinsam ein Zeichen für Chancengleichheit setzen.

Es erwarten euch

  • Aktionsstände,
  • Workshops,
  • ein Bühnenprogramm,
  • Polittalk,
  • eine Gemeinsame Großaktion,
  • Disko mit DJane,
  • Kostenloses Essen und
  • coole Give-Aways.

Dieses Jahr wird es einen Flohmarkt geben. Wenn du zu Hause Klamotten fIndest, die du selber nicht mehr brauchst, kannst du diese gerne mitbringen zum verschenken und dir selbst was neues aussuchen.

Aufgrund des Corona-Virus wird der Weltmädchen*tag 2021 im Rahmen der Hygieneregeln stattfInden:

  • Eintritt: getestet – genesen – geimpft
  • kein Eintritt mit Erkältungssymptomen
  • MaskenpfLicht
  • Abstand von 1,5m zu anderen Personen ist einzuhalten

In den Wochen vor dem Fest fInden in verschiedenen Einrichtungen Aktivitäten zum Weltmädchen*tag statt. Mehr info dazu fIndet ihr auf Instagram: @weltmaedchentagberlinmitte

zum Flyer

Eine Veranstaltung der AG Mädchen* und junge Frauen* Berlin Mitte §78 SGB VIII

Mitarbeiterin gesucht in der Beratungsstelle für Streetwork -HIV-/Aids-Prävention und -Beratung und für die Koordinations-und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind im Land Brandenburg

IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin e. V. sucht schnellstmöglich und spätestens ab dem 1. Dezember 2021

eine Mitarbeiterin mit 50% – 75% Regelarbeitszeit in der Beratungsstelle für Streetwork -HIV-/Aids-Prävention und -Beratung und für die Koordinations-und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind im Land Brandenburg 

zur Stellenanzeige

„Go on – Start up“ ist online

Wichtiger denn je – Onlineberatung für junge Menschen

Die Onlineberatung „Go on – Start up“, die von deutschlandweit sechs IN VIA-Verbänden in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Caritasverband angeboten wird, ist online. Zielgruppe sind junge Menschen, die zwischen Schule und Beruf stehen und Fragen oder Beratungsanliegen haben. Sie können sich unter www.go-on-start-up.de kostenfrei und anonym beraten lassen.

 Dahinter steht ein bundesweites Netzwerk erfahrener Berater*innen, die junge Menschen bei Anliegen rund um Schule, Ausbildung und Beruf unterstützen. Auch andere Sorgen, Unsicherheiten und Themen können besprochen werden. So leiden besonders junge Menschen unter den Folgen der Pandemie und haben großen Unterstützungsbedarf.

 Eine der Online-Beraterinnen, Ann-Kathrin, sagt: „Die Onlineberatung über das neue Projekt Go on – Start up sehe ich als Chance, Jugendliche in ihrer Lebenswelt zu erreichen und sie in vielfältigen Problemlagen am Übergang zwischen Schule und Beruf zu unterstützen. Ich freue mich auf die Arbeit und die Kooperation mit Berater*innen aus ganz Deutschland.“

Haupt- und ehrenamtliche Kolleg*innen von IN VIA Berlin, Dortmund, Freiburg, Köln, Paderborn und Unna leisten die wichtige Beratungsarbeit. Das Projekt „Go on – Start up“ folgt auf „Mein Plan B“, dem bisherigen Angebot zur Onlineberatung am Übergang von Schule in den Beruf.

Auch andere Onlineberatungsstellen, die zuvor unter „Mein Plan B“ beraten haben, unterstützen nun junge Menschen aus ganz Deutschland über „Go on – Start up“.

 Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt ist an das Portal der Caritas-Onlineberatung angebunden.

Franziska Giffey unterstützt die Bahnhofsmission am Ostbahnhof

Tatkräftige Unterstützung in unserer Bahnhofsmission am Ostbahnhof: Vielen Dank Franziska Giffey! Wir freuen uns über das Interesse an unserer Arbeit und den Bedürfnissen der zumeist wohnungslosen Gäste.

Ulrike Reiher, Leiterin der Bahnhofsmission am Ostbahnhof, und Pia Elisabeth Liehr, Vorstand des Trägers IN VIA, erläuterten die schwierige Situation der Obdachlosenhilfe auch in Zeiten der Einschränkungen durch die Pandemie. Es geht darum, sich jetzt auf die Kältesaison vorzubereiten und Menschen in Not zu helfen.

Auftaktveranstaltung zum Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst

 
 

Am 1. September 2021 begrüßt IN VIA rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich freiwillig ein Jahr lang in sozialen Einrichtungen im Erzbistum Berlin (Berlin- Brandenburg-Vorpommern) engagieren.

„In diesem Jahr haben wir uns für ein Online-Format entschieden“, erläutert Christiane Schöps, Leiterin der IN VIA Freiwilligendienste. „Bei der Auftaktveranstaltung geht es um Wünsche. Für das kommende Jahr, für die Einsatzstellen aber auch um unsere guten Wünsche für die Freiwilligen und um deren bürgerschaftliches Engagement zu würdigen.“

Die Freiwilligen bereichern mit ihrem Engagement im höchsten Maße die soziale und pädagogische Arbeit der Einsatzstellen im Erzbistum Berlin. Ob sie in Kindergärten, in Schulen, in der Bahnhofsmission, in sozialen Einrichtungen, in der Behindertenhilfe, in Pfarrgemeinden, der Altenhilfe oder in den katholischen Krankenhäusern tätig sind, sie sind in der täglichen Arbeit eine wertvolle und hilfreiche Unterstützung. Die Freiwilligen bringen viel Engagement und Enthusiasmus für ihren Dienst mit, dafür erhalten sie wertvolle, oft erste berufliche Erfahrungen und erleben eine sinnstiftende Tätigkeit.

Ohne sie wären viele Zusatzangebote in den Einrichtungen nicht mehr möglich.

Durch das Aktionsprogramm „Corona-Aufholpaket für Kinder und Jugendliche“ in Berlin und Brandenburg kann IN VIA in diesem Jahr 18 zusätzliche Plätze in der Bildungsarbeit (Kindertagesstätten, Schulen, Hort, Kinder- und Jugendfreizeitangebote) anbieten.

Im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst sind noch einige interessante Einsatzstellen frei, auch für Menschen über 27 Jahre! Wer sich für einen Freiwilligendienst interessiert, erhält Informationen unter www.invia-berlin.de/freiwilligendienste.

 

IN VIA begleitet als katholischer Träger seit 1975 Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr und seit 2011 im Bundesfreiwilligendienst, der nun auch Lebensälteren einen Freiwilligendienst ermöglicht. Die Arbeit von IN VIA begann vor über 100 Jahren mit der Arbeit in den Bahnhofsmissionen.

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